5 Jahre Studiengebühren – eine Bilanz
Im Januar 2005 wurde die Einführung allgemeiner Studiengebühren vom BVerfG grundsätzlich für zulässig erklärt. Studierende werden seitdem mancherorts für bessere Studienbedingungen zur Kasse gebeten. Umstritten sind die Studiengebühren jedoch weiterhin.
Die Effektivität von Studiengebühren wird seit ihrer Einführung kontrovers diskutiert. Neben empörten Studierenden sorgen auch die Bundesländer selbst immer wieder für Schlagzeilen. Erst werden die Studiengebühren eingeführt, dann schaffen die ersten Ländern sie wieder ab, so z.B. Hessen in 2008. Weitere Bundesländer wie das Saarland und eventuell auch Nordrhein-Westfalen könnten bald folgen. Parallel werden die Befreiungsregelungen nach und nach großzügiger gestaltet. Und das trotz leerer Länderkassen. Einige Hochschulen haben auch ihrerseits die Studiengebühren wieder verringert, um einer Verringerung der Zahl der Studieninteressenten und Studienabbrecher entgegenzuwirken. Auch ist vielerorts nicht klar, wie die Mittel sinnvoll verwendet werden könnten (siehe hier). Dennoch reißen die Studentenproteste nicht ab. Die Studierenden hadern weiterhin mit der Finanzierung der Studiengebühren, gleichzeitig nehmen sie aber kaum Verbesserungen der Studienbedingungen wahr.
Bundesbildungsministerin Annette Schavan hält jedoch weiter an ihrer Linie fest. Studiengebühren seien demnach durchaus gerechtfertigt. So seien sie schon alleine deshalb legitim, weil sie in anderen Ländern schon seit langem verlangt würden. Und selbst in Deutschland sind Ausbildungskosten in Disziplinen wie z.B. der Erlangung des Meister-Titels ganz normal. Akademiker hatten bisher eine Art Sonderstatus – da verwundert es nicht, dass es für viele Studierende finanziell schmerzhaft ist, diesen jetzt aufzugeben.
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