BaföG-Novelle bringt 22 Euro
Zum Wintersemester können Studierende auf mehr Geld vom BaföG-Amt hoffen. Die Höchstsätze sollen im Rahmen der jüngsten BaföG-Novelle um rund 2% angehoben werden. Das klingt jedoch weitaus positiver als es sich dann in Zahlen anfühlt. Lag der Höchstsatz bisher bei rund 643 Euro im Monat, so steigt er zum Herbst nun auf 670 Euro inklusive Zuschlag von 9 Euro aufgrund des angehobenen Krankenversicherungsbeitrags. BaföG-Empfänger können folglich mit maximal 22 Euro mehr Budget im Monat rechnen. In wie weit dies zur Deckung der studienbedingten Kosten ausreicht, bleibt fraglich. Vermutlich sind Studierende auch nach Verabschiedung der BaföG-Novelle weiterhin auf zusätzliche andere Finanzierungsquellen angewiesen, um ihr Studium abschließen zu können.
Neben der BaföG-Anhebung will der Bund zusätzlich die Antragsstellung für das BaföG vereinfachen. Zur Diskussion steht die bundesweite Einführung der online Beantragung. Diese wird bereits in Hamburg und Bayern erfolgreich genutzt. Auf diese Weise könnte der Antrag zeitsparend und mit weniger bürokratischem Aufwand gestellt werden. So soll z.B. auf einen Wohnkostennachweis in Zukunft verzichtet werden. Die finale Entscheidung über die Vereinfachungen bzw. eine bundesweite online Beantragung liegt jedoch bei den einzelnen Ländern.
