Hochschulausbau: Geldspritze vom Bund schon in 2011
An deutschen Hochschulen wird es schon seit Beginn des Wintersemesters 10/11 eng. Im kommenden Jahr soll die Zahl der Studierenden weiter steigen. Der Bund will deshalb Gelder, die erst für 2012 und 2013 vorgesehen waren, schon jetzt bereitstellen…
Zum Start des Wintersemesters erreicht die Zahl der eingeschriebenen Studierenden die Rekordmarke von 2,2 Millionen. Vielerorts leiden schon heute die Studienbedingungen. Dabei wird der ganz große Ansturm erst im kommenden Jahr erwartet. Dann stehen in den beiden bevölkerungsreichsten Bundesländer NRW und Bayern durch die Umstellung auf G8 doppelte Abiturjahrgänge an. Zudem wird die Wehrpflicht zum Sommer 2011 ausgesetzt, rund 60.000 junge Männer werden deshalb zusätzlich mit dem Studium beginnen wollen.
Das sogenannte Hochschulpaket der Bundesbildungsministerin sollte eigentlich für 275.000 zusätzliche Studienplätze bis 2015 sorgen. Die neuen Studienplätze müssen nun wohl innerhalb einer kürzeren Frist bereitgestellt werden, wenn die Hochschulen die hohe Nachfrage seitens der Studierenden als Chance für den Bildungsstandort Deutschland nutzen wollen. Denn ohne zusätzliche finanzielle Mittel vom Bund müssen die Hochschulen überwiegend an ihrem Sparkurs festhalten. Die Folge wäre eine Verschärfung der Aufnahmebedingungen und die Reduktion an Studienplätzen. Eine Umschichtung des Hochschulpaketes erscheint daher fast unumgänglich.
