Bayerische Eliteakademie: Workshops für Führungsnachwuchs gestartet
Am Montag, dem 29.08.2011, beginnt in München die sogenannte Präsenzphase an der Bayerischen Eliteakademie. Worum handelt es sich dabei?
Die Bayerische Eliteakademie rekrutiert ihre Teilnehmer aus den besten Studenten und Studentinnen der verschiedenen Hochschulen und Universitäten im Freistaat. Wer sich dort als besonders leistungsbereit und talentiert in seinem Fach zeigt, den fördert die Eliteakademie in München und vermittelt ihm hier ein umfangreiches Stipendium. Ziel der speziellen Studienförderung ist es, diese Studenten frühzeitig auf Führungsaufgaben in Verwaltung und Wirtschaft vorzubereiten. Ein wichtiger Bestandteil dieser Eliteförderung ist die Präsenzphase. Die ausgewählten Studenten sind während der vorlesungsfreien Zeit für vier Wochen Gast an der Akademie und erhalten dort Gelegenheit, Seminare hochrangiger Dozenten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zu besuchen – ein geldwerter Bildungsfonds des Freistaats Bayern quasi, für den der Student nichts zu zahlen braucht.
In diesem Sommer sind es insgesamt 37 Teilnehmer, die in der Präsenzphase Veranstaltungen zu solch unterschiedlichen Sachthemen wie der aktuellen Finanzkrise, den Besonderheiten der Unternehmensbesteuerung und der Vermittlung von Medienkompetenz besuchen. Die Akademie legt Wert darauf, dass neben der fachlichen Fortbildung der informelle Charakter dieser Veranstaltung nicht zu kurz kommt. Die Dozenten sollen während der vier Wochen nicht nur als Vortragende zu bestaunen sein. Die sogenannten Kaminabende haben sich bereits als festes Ereignis der Präsenzphase etabliert. Hier können die Studenten in zwangloser Atmosphäre persönliche Gespräche mit den Vertretern aus Wirtschaft und Politik führen und zahlreiche Kontakte knüpfen, die sich mitunter im späteren Berufsleben noch als sehr nützlich erweisen. Auch anderweitig setzt die Akademie nicht nur auf reine Informationsvermittlung. Denn neben den Fachseminaren bietet sie den Teilnehmern zahlreiche Workshops an, die auf die Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen abzielen und ihm praktische Hilfe bieten, wie er sein eigenes Kompentenzprofil herausarbeitet. Insbesondere möchte die Bayerische Eliteakademie den Studenten in den Workshops nahe bringen, was genau unter Führungsverhalten zu verstehen ist und wie man sich es aneignen kann. Veranstaltungen zum nachhaltigen Wirtschaften, zur sozialen Verantwortung von Führungspersönlichkeiten und zur gesellschaftspolitischen Bedeutung technischer Neuerungen runden das Angebot ab.
Dieses Jahr besteht die Riege der renommierten Dozenten unter anderem aus Dr. Wolfgang Heubisch, dem amtierenden Staatsminister für Wissenschaft in Bayern, Prof. Reiner Gradinger von der Münchener Universitätsklinik rechts der Isar, der Geschäftsführerin der Bergader Privatkäserei Beatrice Kress und Brigitte Ederer, die momentan als Mitglied des Vorstands beim Elektronikkonzern Siemens fungiert. Während in der Politik noch heftig darüber diskutiert wird, ob demnächst für leitende Funktionen Frauenquoten eingeführt werden müssen, setzt die Bayerische Eliteakademie dieses Thema bereits in der Praxis um. Nicht nur unter den Teilnehmern finden sich zahlreiche Studentinnen wieder, sondern auch der Kreis der Dozenten ist entsprechend „gleichberechtigt“ besetzt. Für die jungen Frauen ist es wichtig, dass sie Vorbilder, die diesen Weg gegangen sind, hautnah erleben und von ihnen erfahren können, was genau auf sie zukommt. Ein von der Akademie angebotenes Mentorensystem ermöglicht es, dass dieser fruchtbare Austausch über die Präsenzphase hinaus lebendig bleibt. Fazit: Wer in den illustren Teilnehmerkreis der Eliteakademie hineinberufen wird, hat glänzende berufliche Zukunftsaussichten, da hier bereits engste Kontakte zu potentiellen zukünftigen Arbeitgebern geknüpft werden.
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