Die kuriose Nachricht: Hausbesetzer in London bevorzugen Luxusvillen

Hausbesetzer stellt man sich häufig als verwegene Typen vor, die auf der Jagd nach mietfreiem Wohnraum Abbruchhäuser und bröselnde Altbauten mit blinden Fenstern entern und dort unerlaubt „residieren“ – oft vor allem aus Protest und weniger aus schierer Not. Eine Gruppe von Londoner WG-Bewohnern hat das Hausbesetzen nun aufgewertet: sie besetzen feinste Residenzen an edelsten Adressen in der City, wenn deren Bewohner nur selten oder gar nie in der Stadt sind.
In London stehen viele pompöse Gebäude leer: reiche Familien aus dem Ausland, russische Oligarchen oder Ölmilliardäre aus den Emiraten besitzen in der Regel nicht nur eine Residenz an den feinsten Adressen. Manchmal verbringen sie in den neueren ihrer Anwesen den Sommer, in andere haben sie noch nie den Fuß gesetzt. Eine Gruppe Londoner WG-Bewohner macht jetzt gezielt Jagd auf solche leerstehenden Luxusbleiben, steigt durch ein offenes Fenster ein oder findet einen anderen Weg – und bleibt dann manchmal wochenlang mietfrei dort zur Logis. So hat die Gruppe im Winter über einen Monat am Hyde Park gewohnt, in einem 6,7 Mio Euro-Objekt der Königsfamilie von Abu Dhabi. Die Presse hat das Treiben jetzt entdeckt – so berichtete etwa die FTD ausführlich. Man darf also gespannt sein, wie lange die Hausbesetzer ihr Treiben noch ungestört fortsetzen können….
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