Sachsen will keine Studiengebühren mehr einführen
In Sachsen hat die CDU einem Zeitungsbericht zufolge überraschend ihre Haltung geändert und will nun doch keine Studiengebühren mehr einführen. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sagte der „Leipziger Volkszeitung“: „Mit mir wird es keine Studiengebühren geben.“ Bisher hatte die sächsische CDU Studiengebühren stets befürwortet, während der Koalitionspartner SPD dies vehement ablehnte.
Der Ministerpräsident führte nun aus, in Zeiten der Wirtschaftskrise passe die Einführung von Studiengebühren nicht mehr ins Bild, sondern wäre „kontraproduktiv“. Vielmehr befürchte Tillich eine abschreckende Wirkung der Studiengebühren auf studierwillige junge Menschen. Sachsen wolle aber möglichst viele junge Menschen zu einem Studium animieren, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und das Land damit zu stärken.
Das Landesprogramm, in dem die Abkehr vom Gebührenwunsch festgeschrieben wird, soll auf einem Landesparteitag Anfang Mai beschlossen werden. In Sachsen wird am 30. August ein neuer Landtag gewählt.
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