Ab wann muss ein Studentenkredit eigentlich zurückgezahlt werden?

Wer sein Studium über einen Studentenkredit, einen Studienfonds oder Bildungsfonds finanziert, muss sich früher oder später mit der Frage auseinandersetzen, ab wann und wie die Rückzahlungen erfolgen. Dabei gibt es von Anbieter zu Anbieter völlig unterschiedliche Regelungen. Meist wird eine genaue Anzahl an Monaten nach dem im Kreditvertrag festgelegten Studienende als sogenannte Karenzzeit definiert, während der nicht zurückgezahlt werden muss. Meist sind dies sechs bis 24 Monate. Nach dieser Phase unterscheiden sich Studentenkredit und einkommensabhängige Studienfinanzierung mit Bildungsfonds fundamental:
Bei einem Studentenkredit muss nach der definierten Karenzzeit meist völlig unabhängig von der individuellen Lebenssituation zurückgezahlt werden, also auch bei Arbeitslosigkeit, längerem Studium, Promotion etc. Es gibt einen sogenannten „Tilgungsplan“, der genau festlegt, wann welche Leistungen zu bezahlen sind.
Bei einem Studienfonds oder Bildungsfonds (die beiden Begriffe sind übrigens synonym) hingegen ist es auch nach der Karenzzeit von Bedeutung, ob jemand Einkommen erzielt oder nicht: erst nach dem erfolgreichen Berufseinstieg muss auch wirklich zurückgezahlt werden, also erst dann, wenn auch wirklich Geld verdient wird. Dann ist meist eine bestimmte Anzahl von Monaten definiert, während derer ein bestimmter Prozentsatz vom Einkommen zurückgezahlt werden muss.
