Die absoluten „No-Go’s“ in der Bewerbung 2010
Eine neue Studie befaßt sich mit den größten Bewerber-Fauxpas und klärt darüber auf, was Personaler gar nicht gerne sehen…
Auf eine geschaltete Jobanzeige erhalten Unternehmen tausende von Bewerbungen. Wie schafft man es da noch, in die engere Wahl zu kommen? Bewerber setzen häufig auf Differenzierung. So ersetzt zum Beispiel eine Power Point Präsentation das klassische Anschreiben mit Lebenslauf oder man läßt seine Kreativität ganz besonders im Anschreiben walten. Übersehen werden dabei ganz schnell vermeintlich als unwichtig eingeschätzte Aspekte. In der Bewerberstudie 2010 wurden über 200 Personalverantwortliche zu ihren Auswahlkriterien befragt. Als bisher von Bewerbern völlig unterschätztes Ausschlusskriterium gelten demnach Rechtschreibfehler im Anschreiben. Schon ein einziger Rechtschreibfehler führt bei knapp einem Fünftel der befragten Personaler zur Absage, für ein Aussieben nach dem zweiten Rechtschreibfehler sprechen sich ein Drittel der Befragten aus. Nur wenige Unternehmen scheinen fehlerhafte Bewerbungen zu dulden.
Noch schlimmer sieht es aus bei Fehlern im Firmennamen oder der Adresse sowie die Adressierung an einen falschen Ansprechpartner. Dies sind Garanten für eine sichere Absage. Sie gelten nämlich als Todsünde Nummer 1 in einer Bewerbung und zeugen von einer schlechten Vorbereitung des Bewerbers. Auch sollte der Sprachstil an die zu besetzende Position bzw. die Branche angepaßt sein. Beweist ein Bewerber in seinem Anschreiben hier einen Mangel an Empathie, so landet auch diese Bewerbung schneller als gedacht auf dem Absagen-Berg.
Last but not least ist auch Personalverantwortlichen Social Networking ein Begriff. Über zwei Drittel der Befragten gaben an, Bewerber in der engeren Auswahl nicht nur zu googeln, sondern auch ihre Profile auf Plattformen wie Xing, Facebook & Co. aufzurufen. Finden sich dort wenig seriöse Einträge und Fotos, so erhöht dies kaum die Chancen auf den Job.
Bewerber haben heute also viele direkte und indirekte Wege, sich potentiellen Arbeitgebern zu präsentieren. Auf die Bewerbungsphase sollte man sich jedoch durch entsprechende Internetrecherchen und ein gewisses Maß an Konzentration vorbereiten. Fleißarbeit und Gewissenhaftigkeit zahlen sich aus. Auch sämtliche Profile im Internet sollten nochmal kritisch beleuchtet werden, bevor man sich potentiellen Arbeitgebern vorstellt.

