Self Assessment Center zur Studienfachwahl

Etwa ein Drittel aller Studierenden in Deutschland bricht das Studium vorzeitig ohne Abschluss ab. Einer der Gründe: die eigenen Erwartungen an das Studium oder den Studiengang wurden nicht erfüllt. Doch wie kann man diese Erwartungen bereits im Vorfeld überprüfen? Spezielle Tests geben hierauf eine Antwort.
In der Studienberatung werden zunehmend „Self-Assessments“ angeboten, also Internet-basierte Tests, die zum einen eine Antwort auf die Frage nach der generellen Studierfähigkeit einer Probandin oder eines Probanden suchen und geben. Zum anderen lassen sich aber auch fächerspezifische Aussagen treffen, etwa, ob jemand eher für ein wirtschafts- oder ein rechtswissenschaftliches Studium geeignet ist.
Mindestens 20 deutsche Universitäten haben entsprechende Tests bereits im Angebot. Die Nachfrage ist zwar noch relativ klein, nimmt aber rapide zu – u.a., weil die Studienberatungen an den Hochschulen an Kapazitätsgrenzen stoßen und die Landschaft der Studiengänge immer unübersichtlicher wird. Da ist ein strukturiertes Self-Assessment als systematischer „Lotse“ ein gern gesehenes Hilfsmittel – zumal sich 97 Prozent der Schulabgänger online über Studienangebote informieren, also sowieso im Netz unterwegs sind.
Die Hochschulen nutzen diese Tests auch als Marketing-Tool; schließlich ziehen die Assessments (auch durch Verlinkungen anderer Hochschulen) zusätzliche Besucher auf die Website, die sich dann mit dem Studienangebote automatisch intensiver auseinandersetzen. Die Studierenden müssen übrigens meist nichts für die Nutzung bezahlen, obwohl die Systeme sehr aufwändig sind und die Invest- und Betriebskosten mitunter siebenstellige Größenordnungen erreichen. Den Erwartungen des Unternehmens Hochschul- und Informationssystem (HIS) zufolge dürfte es zunehmend immer mehr solcher „Online-Studierfähigkeits- und –neigungstests“ geben. Vielleichthilft das ja, die Studienabbrecherzahlen zu senken.
