Kuriose Nachricht: vor dem Studium in Berkeley zum Gentest

An der Universität Berkeley wurden jetzt über 5.000 Studienanfänger dazu aufgefordert, eine Genanalyse durchführen zu lassen. Die Uni käme dann in den Besitz von Daten, die etwa Aussagen darüber zulassen, wie gut jemand Alkohol abbauen kann. Dadurch wurde ein Sturm der Entrüstung entfesselt.
Denn die Untersuchungen sollen von einem Unternehmen durchgeführt werden, das die Daten dann in anonymisierter Form an die Hochschule weiterleiten soll. Die Hochschule ist dann Eigentümerin der Daten. In den USA sind solche umfassenden genetischen Tests schon weit verbreitet, aber auch sehr umstritten. Einerseits kommt es bei den Analysen immer wieder zu Fehlern; andererseits kann auch die Nutzung der Daten nur schwer kontrolliert werden. Auch ergeben sich erhebliche ethisch relevante Fragen aus diesen Tests.
Die Hochschulleitung von Berkeley gibt als Begründung an, man habe die Studierenden für das Thema „sensibilisieren“ wollen, da sie sich zukünftig mit Gentests auseinandersetzen müssten – auch wenn damit wohl keine Empfehlung für einen bestimmten Test ausgesprochen werden sollte.
So oder so ist der Universität Berkeley eines ganz sicher gelungen: eine kontroverse Debatte über den Nutzen und die Gefahren von Gentests loszutreten.
