Weltweit kostenlose Internet-Universität gestartet

Mit der University of People startete in 2009 die weltweit erste, kostenlose Universität. Sie setzt ganz auf das Internet, um ein Studium vor allem denjenigen zu ermöglichen, die in Entwicklungsländern leben und ansonsten aus verschiedenen Gründen keinen Zugang dazu hätten.
Gründer Shai Reshef sagt, dass es weltweit hunderte von Millionen von Menschen gibt, die zwar einen geeigneten Schulabschluss vorweisen können und auch ansonsten alle Voraussetzungen für ein Studium mitbringen, es aber entweder nicht bezahlen können oder aber keine geeignete Institution vor Ort finden. Die UoPeople will mit Hilfe des Internets und eines peer-to-peer-Ansatzes Bildung vermitteln: so sind weltweit mehr als 800 qualifizierte Freiwillige als Dozenten aktiv. Das Lernmaterial stammt aus open courseware projects. Im Rahmen der Lehrangebote werden Vorlesungen, Diskussionen und Vorträge abgehalten, Aufgaben bearbeitet und Prüfungen absolviert. Von rund 3.000 Bewerbungen wurden knapp 400 aus über 70 Ländern akzeptiert – eine wahrhaft „multinationale Lernumgebung“.
Derzeit gibt es unakkreditierte Studienangebote in Wirtschaft und Informatik, wobei die Hochschule in den USA derzeit eine Akkreditierung anstrebt. Um die Kosten zu decken, ist mittelfristig auch ein Kostenbeitrag der Studierenden geplant, etwa für Aufnahme- oder Prüfungsgebühren. Mit 10 bis 100 US-Dollar (je nach Herkunftsland) soll dieser Kostenbeitrag aber niedrig bleiben. Weitere Mittel sollen über Spenden, Stiftungen und Stipendienmittel akquiriert werden.
