Berlin, Brandenburg und Bremen sind die Bologna-Sieger
Seit rund zehn Jahren beherrscht er die Hochschullandschaft: der Bologna-Prozess, die Umstellung der Studienstrukturen auf das sogenannte Bachelor-/Master-System und die damit angestrebte internationale Harmonisierung. Da Bildung in Deutschland Ländersache ist, hat auch jedes Bundesland sein eigenes Vorgehen in Sachen Bologna-Prozess. Der Stifterverband der Deutschen Wirtschaft hat das jetzt untersucht und dabei festgestellt: es gibt gravierende Unterschiede beim Erfolg der Umsetzung. Berlin, Brandenburg und Bremen sind dabei die Vorreiter.
Zum einen haben die Hochschulen in diesen Ländern die beste Quote der bislang umgestellten Studiengänge. Gleichzeitig bilden diese Hochschulen praxisnah aus, unterstützen die studentische Mobilität und bieten gute Weiterbildungsmöglichkeiten. Das jedenfalls sind die Kriterien, auf die der Stifterverband besonders Wert legt. Insgesamt 15 statistische Indikatoren zur Umstellung auf Bachelor und Master wurden ausgewertet.
Die Schlusslichter lagen übrigens allesamt in der geographischen Mitte Deutschlands: Nordrhein-Westfalen, Hessen und Thüringen konnten am wenigsten überzeugen. Der Stifterverband führt den „Ländercheck“ durch, um die Transparenz der Erfolge der Hochschulpolitik in den einzelnen Bundesländern zu erhöhen.

