Bachelor von Unternehmen akzeptiert
Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) haben 1.753 Unternehmen, die Ingenieure beschäftigen, nach der Akzeptanz des Bachelorabschlusses befragt. Das beruhigende Ergebnis dieser jetzt vorgestellten Studie „Akzeptanz und Karrierechancen von Ingenieuren mit Bachelor- oder Masterabschluss“: der Bachelor ist kein Abschluss zweiter Klasse, ganz im Gegenteil.
Im Zeitraum der Jahre 2000 bis 2008 entfielen erst 3,5 Prozent der insgesamt 340.000 bestandenen Abschlussprüfungen für Ingenieure auf Bachelorabsolventen. Immerhin knapp elf Prozent der Unternehmen, die Ingenieure beschäftigen, haben schon Bachelorabsolventen eingestellt. Bei den großen Unternehmen ab 250 Mitarbeiter liegt der Anteil der Firmen, die Bachelorabsolventen einstellen, schon bei einem Drittel. Neun von zehn der befragten Unternehmen gaben an, dass für die Karriereentwicklung vorrangig die gezeigte praktische Leistung im Unternehmen weit wichtiger sei als der Abschluss. Gleichzeitig räumte die Hälfte der an der Studie teilnehmenden Unternehmen den Bachelor-/Masterabsolventen die gleichen Chancen auf eine Führungsposition ein wie Ingenieuren mit Diplom. Und auch wenn das Einstiegsgehalt der Bachelorabsolventen manchmal noch etwas niedriger sei als bei Diplomabschlüssen, gleiche sich dieser Effekt nach drei bis fünf Berufsjahren schnell aus, so die Initiatoren der Studie.

