100 Milliarden Euro für die Bildung
Die öffentliche Hand hat im Jahr 2009 knapp 4 % mehr als für das Vorjahr geplant war in Bildungsausgaben veranschlagt: Bund, Länder und Kommunen planen im laufenden Jahr 97,9 Milliarden Euro für die Bildung auszugeben. Das hat das Statistische Bundesamt (Destatis) im Bildungsfinanzbericht 2009 festgehalten, der Anfang Dezember veröffentlicht wurde. Wie die Statistiker weiter feststellen, wurden die Bildungsinvestitionen durch das Zukunftsinvestitionsgesetz um weitere rund 8,7 Milliarden Euro für den Bildungsbereich in den Jahren 2009 bis 2011 erhöht. Interessant: der Bildungsfinanzbericht 2009 enthält nicht nur die Ausgaben der öffentlichen Haushalte, sondern auch das konzeptionell umfassendere Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft – und das umfasst auch die von Unternehmen, privaten Haushalten, der Bundesagentur für Arbeit und dem Ausland finanzierten Bildungsausgaben wie auch die Forschungsausgaben.
Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann von der TU München ist „Hochschulmanager des Jahres“
(Bild:Quelle TU München Photograph:Wolf Heider-Sawall)
Die Financial Times Deutschland und das CHE Centrum für Hochschulentwicklung haben Anfang Dezember in Berlin zum zweiten Mal einen Preis für hochrangige Vertreter deutscher Hochschulen für weitreichende Reformen und professionelles Management vergeben. Die Auszeichnung „Hochschulmanager des Jahres“ fiel dieses Jahr auf den Präsidenten der TU München, Herrn Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann. Er hat nach Ansicht der Jury zweierlei erreicht: einerseits intern weitreichende Reformen vorangetrieben und andererseits extern durch eine geschickte Profilierung im Wettbewerb um Studierende, Professoren, Drittmittel und Kooperationen die Positionierung erfolgreich abgesichert.
Da waren’s nur noch fünf: Studiengebühren im Saarland werden wieder abgeschafft

Im Juli 2006 wurde im Saarland die Einführung von Studiengebühren beschlossen, ein gutes Jahr später wurden erstmals Studiengebühren erhoben. Anfang 2009 beschloss dann das Kabinett, dass zukünftig die Zinsen für die Studienbeitragsdarlehen durch das Land getragen würden (wir berichteten hier) Und nachdem seit ein paar Monaten im Saarland eine Jamaika-Koalition die Geschäfte führt, wurde es vor kurzem amtlich: die Studiengebühren im Saarland werden in einem zweistufigen Verfahren wieder abgeschafft.
Berlin, Brandenburg und Bremen sind die Bologna-Sieger
Seit rund zehn Jahren beherrscht er die Hochschullandschaft: der Bologna-Prozess, die Umstellung der Studienstrukturen auf das sogenannte Bachelor-/Master-System und die damit angestrebte internationale Harmonisierung. Da Bildung in Deutschland Ländersache ist, hat auch jedes Bundesland sein eigenes Vorgehen in Sachen Bologna-Prozess. Der Stifterverband der Deutschen Wirtschaft hat das jetzt untersucht und dabei festgestellt: es gibt gravierende Unterschiede beim Erfolg der Umsetzung. Berlin, Brandenburg und Bremen sind dabei die Vorreiter.
7 Prozent mehr Studienanfänger im Studienjahr 2009
Vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge nahmen im Sommersemester 2009 und Wintersemester 2009/2010 insgesamt rund 423.400 Erstsemester ein Studium an Hochschulen in Deutschland auf. Die Hälfte davon waren Studentinnen (210.800). Im Vergleich zum Vorjahr ist damit die Zahl der Erstsemester um rund 7 Prozent gestiegen, wobei die Verteilung nach Hoch- und Fachhochschulen und nach Bundesländern doch sehr große Unterschiede aufweist.
Bachelor von Unternehmen akzeptiert
Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) haben 1.753 Unternehmen, die Ingenieure beschäftigen, nach der Akzeptanz des Bachelorabschlusses befragt. Das beruhigende Ergebnis dieser jetzt vorgestellten Studie „Akzeptanz und Karrierechancen von Ingenieuren mit Bachelor- oder Masterabschluss“: der Bachelor ist kein Abschluss zweiter Klasse, ganz im Gegenteil.
StudentSN wurde zu einem der Top25-Startups in Europa gewählt
Das soziale Netzwerk für Studierende StudentenSN wurde auf „Web&Mobility Summit“ zu einem der Top25-Startups in Europa gewählt. Die Plattform, die von führenden deutschen Venture Capital Unternehmen ausgewählt wurde, setzte sich im Vorfeld gegen 400 andere Teilnehmer durch. Dabei überzeugte das Social Network durch die Einzigartigkeit der Technologie, das hinter der Seite stehende Geschäftsmodell und das Umsetzungspotential, den Weitblick, die Qualität des Managementteams sowie dessen Erfolge und Erfahrungen. Das Besondere an StudentSN.
Muss ich bei einer Bildungsfonds-Finanzierung eigentlich mehr zurückzahlen, als ich bekommen habe?
Im Unterschied zu einem Studienkredit muss man bei einer Bildungsfonds-Finanzierung grundsätzlich nicht die geliehene Summe plus Zins und Zinseszins zurückzahlen. Man verpflichtet sich stattdessen, nach dem erfolgreichen Berufsstart (also erst dann, wenn auch wirklich ein Einkommen erzielt wird), über einen im Voraus fixierten Zeitraum einen im Voraus fixierten Prozentsatz des dann erzielten Gehalts zurückzuzahlen. Anzahl der Monate und Prozentsatz werden unverrückbar fixiert und können nach Vertragsbeginn nicht mehr verändert werden. Doch wie werden Zeitraum und Prozentsatz kalkuliert? Muss man bei einer solchen Finanzierung auch mehr zurückzahlen, als man erhalten hat?
Vom Studium zum Business Plan: Heinz Nixdorf Stiftung und SDW fördern den Gründergeist
Sich nach dem Studium selbständig zu machen, ein eigenes Unternehmen zu gründen, Arbeitsplätze zu schaffen und die Geschicke in die eigene Hand zu nehmen, das ist nach wie vor nicht sehr populär unter deutschen Studierenden. Die Heinz Nixdorf Stiftung und die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (SDW) wollen das mit ihrem Wettbewerb „Herausforderung Unternehmertum“ ändern.
Der meistgelesene Artikel aus unserer November-Ausgabe: Mit dem iPhone an der Vorlesung teilnehmen
Immer mehr Universitäten und akademische Einrichtungen weltweit bieten ihren Studierenden wie auch der gesamten Öffentlichkeit Vorlesungen, Skripten und Lehrinhalte online an, per YouTube oder iTunes. Erstaunlich dabei: insbesondere ausländische Hochschulen, die extrem hohe Gebühren verlangen, stellen den Content zum Download für jedermann bereit – meist kostenlos. Der Grund dürfte verblüffend einfach sein.
Die kuriose Nachricht: Trickdiebstahl eines wertvollen Bildes wurde anderthalb Jahre nicht bemerkt
Im April 2008 fand im Kunstmuseum Bern eine Ausstellung des Künstlers Hodler statt. Wie üblich wurden hierfür Verträge mit diversen Leihgebern vereinbart – so auch mit der in Zürich lebenden Besitzerin des Bildes „Kahle Kastanienbäume im Tessin“ von 1893. Den Leihvertrag mit dem Museum unterzeichnete die Eigentümerin im September 2006. Kurze Zeit nach Unterzeichnung des Vertrags wurde dann eine „Mitarbeiterin“ der Berner Institution bei der Eigentümerin des Bildes vorstellig.

