Studienkosten sind generell bestens investiertes Geld: zahlreiche Berufe trotzen der Krise
Wegen der sogenannten "Finanzkrise" scheint sich eine Art kollektive Depression breitzumachen. Allerorten beherrschen düstere Zukunftsprognosen die Diskussion. Und dennoch gilt unverändert: Menschen in hochqualifizierten Berufen müssen sich vorläufig keine großen Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen. Darauf weist das Internetportal Jobturbo.de hin.
Momentan können in vielen Berufssparten freie Stellen nicht einmal besetzt werden, weil es mehr Jobangebote gibt als Menschen, die einen entsprechenden Job suchen. Demnach gibt es für Ingenieure nach wie vor mehr offene Stellen als Bewerber. Noch sicherer sind die Beschäftigungsaussichten in Berufen aus der IT-Branche, wo es zehnmal mehr offene Stellen als Bewerber gibt. Das heißt: selbst wenn es wegen des wirtschaftlichen Abschwungs nun zu einem Rückgang der offenen Stellen käme, wären immer noch weit mehr offene Stellen als Bewerber zu verzeichnen.
Aber auch bei klassischen Positionen in der "Stammbelegschaft" (etwa Controller, Buchhalter) kommen auf sechs freie Stellen nur fünf Bewerber - natürlich werden in Krisenzeiten ganz besonders Funktionen benötigt, die helfen, Kosten zu kontrollieren. Ebenso gibt es in Marketing und Vertrieb viele Möglichkeiten, sich beruflich zu entwickeln: je stärker der Absatzdruck, umso eher kann man sich in diesen Bereichen profilieren.
Es kann also davon ausgegangen werden, dass Hochqualifizierte tendenziell ziemlich glimpflich durch die Wirtschaftskrise kommen werden. Eine Investition in das eigene Studium mit einem Studienkredit oder einem Bildungsfonds lohnt sich daher mehr denn je: sie ist die beste Absicherung gegen Arbeitslosigkeit. Das meint auch Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche, im Vorwort von Ausgabe 6/2009: "Aber was ist die wirklich krisensichere Anlage? Gold und Immobilien, biedere Sachwerte? Nur eines scheint wirklich sicher: Ausbildung […] Was im Kopf ist, kann keine Bank verschludern."
- Mehr zur aktuellen Entwicklung der Arbeitsmarktsituation generell auf dem Jobturbo-Krisenticker
- Mehr zur aktuellen Entwicklung der Arbeitsmarktsituation in Banking&Finance auf dem Handelsblatt-FRAX
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