„Elite“ ist in Deutschland (noch) keine Jobgarantie
Schafft man den Abschluss als einer der besten seines Jahrgangs, so sollte auch die Praktika- und Jobsuche kein großes Problem mehr werden. Dies hoffen zumindest viele Studierende. Personaler sehen das jedoch oftmals anders.
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In den USA oder UK sind Studierende, die an den Elite-Hochschulen aufgenommen werden, schon seit langem „fein raus“. Denn die Hochschulen sind meistens sehr eng mit der Wirtschaft vernetzt, was die Praktika- und Jobvermittlung stark abkürzt bzw. erleichtert. Auch in Deutschland nimmt dieser Trend spätestens seit der Einführung des Exzellenz-Wettbewerbs zwischen den Hochschulen langsam Form an. Durch gezielte Spezialisierungen wollen die Hochschulen sich gegenüber der Wirtschaft als gute Nachwuchsschmiede präsentieren und noch engere Kontakte zu Unternehmen knüpfen. Hieraus sollen bessere Einstiegsmöglichkeiten für die Absolventen resultieren. Auch Unternehmen ihrerseits schauen immer öfter nicht nur auf die Noten sondern gerade auch auf die Hochschule des Bewerbers. Vor allem internationale Unternehmen rekrutieren zum Beispiel häufig nur an bestimmten sog. „Target-Hochschulen“ - wie gut die Abschlüsse von Bewerbern anderer Hochschulen auch sein mögen. Neben der Frage, wie gut man einen Abschluss geschafft hat, dürfte vor allem auch die Frage, an welcher Hochschule man diesen erlangt hat, immer entscheidender für die Einstiegschancen werden.
Ratsam dürfte es daher sein, das Netzwerk der Hochschule zu beachten, an der man eingeschrieben ist. Bestehen gute Kontakte zur Wirtschaft und ist die Hochschule für bestimmte Fachrichtungen angesehen, so wirkt sich dies auch positiv auf die eigenen späteren Bewerbungschancen aus. Ist die Hochschule nicht so bekannt, dann empfiehlt es sich z.B. einen Master-Abschluss an einer anderen, für den Berufseinstieg interessanteren Hochschule zu anzuschließen.
