Investitionen in Bildung bringen mehr Rendite als Aktien
Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hat herausgefunden, dass Investitionen in die eigene Bildung z.T. wesentlich mehr Rendite bringen als Aktien: Bildung bringt bis zu rund 18 Prozent p.a., ein Leben lang.
Die Forscher haben dabei nicht nur die besseren Verdienstaussichten bei einem höheren Bildungsabschluss berücksichtigt, sondern haben auch das Arbeitslosigkeitsrisiko ins Kalkül einbezogen. Denn bei Arbeitslosigkeit droht nicht nur Verdienstausfall für die Dauer der Arbeitslosigkeit. Vielmehr fanden die Forscher auch heraus, dass nach der Arbeitslosigkeit dauerhaft Einkommenseinbußen durch niedrigere Gehälter zu verzeichnen waren als ohne Arbeitslosigkeit. Damit ist die Arbeitslosigkeit eine der schlimmsten Bedrohungen für das Lebenseinkommen.
Die IDW-Forscher fanden haben diese Erkenntnis nun verwendet, um durchschnittliche Renditen der Bildungsinvestitionen zu berechnen. Dabei fanden sie z.T. deutliche Unterschiede zwischen Beschäftigten in den Neuen und den alten Bundesländern sowie geschlechtsspezifische Unterschiede heraus. Auch spielte es eine Rolle, welcher Bildungsabschluss angestrebt wurde: die höchste Rendite erzielten demnach ostdeutsche Frauen mit einem mittleren Bildungsabschluss (rd. 18,4 Prozent). Ein Hochschulabschluss bringt im Osten eine Rendite von rd. 12 Prozent, im Westen von rd. 9 Prozent. Aktien hätten der Studie zufolge über einen langen Zeitraum rd. 6,5 Prozent gebracht.
Auf jeden Fall lohnt sich die Investition in die eigene Bildung also nicht nur immateriell (größerer Entwicklungs-und Entscheidungsspielraum, persönliche Freiheiten etc.), sondern auch handfest materiell.
