Bringt ein Auslandsstudium Vorteile für das spätere Berufsleben?
Öfter schon haben die bildungsfonds.de-News über die Vorteile eines Auslandsstudiums berichtet (etwa im November-Newsletter oder im August-Newsletter). Ein Studium im Ausland, also zumindest ein oder zwei Semester an einer ausländischen Hochschule, gilt heute in vielen Fächern fast schon als Pflicht, nicht mehr als Kür. Doch bringt dieses Studium im Ausland auch wirklich etwas für die spätere berufliche Entwicklung?
Eine jüngst veröffentlichte Studie bestreitet dies. Laut FOCUS kommt eine Untersuchung des Bildungsministeriums zu dem Ergebnis, dass Studierende ohne Auslandserfahrung keine schlechteren Karrierechancen haben als die „Globetrotter“. Dabei wurden über 300 Arbeitgeber, aber auch Absolventen des „Erasmus“-Programm befragt.
Weder erhielten die Studierenden mit Auslandserfahrung mehr Geld, noch waren sie deutlich seltener von Arbeitslosigkeit betroffen als diejenigen ohne Auslandserfahrung. Und wegen ihrer Auslandserfahrung eingestellt wurden sie auch nicht: für die Einstellungsentscheidung zählen für die Arbeitgeber vielmehr Aspekte wie etwa die Fachrichtung oder PC-Kenntnisse. Bei den Studierenden fällt die Bewertung der gesammelten Lebenserfahrung hingegen eindeutig aus: 89 Prozent der Auslandsstudierenden sehen die Auslandszeit als wertvoll für die eigene Persönlichkeitsentwicklung. „Nicht für den Arbeitgeber, sondern für das Leben gehen wir ins Ausland,“ lautet also die Schlussfolgerung.

