Schavan verspricht größere Finanzspritze fürs Studium vom Staat
Mehr Geld fürs Studium würde vielen Studierenden das Leben erleichtern. Die Bundesbildungsministerin Annette Schavan verspricht nun eine Erhöhung des BAföG um 2% zum Herbst 2010. Doch was bringt das effektiv an zusätzlichem Geld für Studierende?
Studierende können zum Beginn des Wintersemesters mit einer leicht erhöhten BAföG-Auszahlung zur Studienfinanzierung rechnen. In wie weit die zusätzlichen 2% BAföG-Förderung jedoch die finanzielle Situation der Studierenden verbessern werden, bleibt offen. Immerhin denkt die Ministerin scheinbar über eine kontinuierliche Erhöhung im Zweijahres-Rhythmus nach, so dass mittelfristig eventuell doch mehr Studienkosten mit dem BAföG bestritten werden können. Leichter wird zudem der Zugang zu BAföG für ältere Studierende. So kann BAföG zukünftig bis zum 35. Lebensjahr beantragt werden statt nur bis zum 30. Lebensjahr. Dies soll vor allem Bachelor-Absolventen zu Gute kommen, die nach dem Studium zunächst ins Berufsleben eintreten und erst später einen Master-Abschluss aufsetzen.
An den enggesteckten Kriterien zur BAföG-Berechtigung hat sich hingegen nur wenig geändert. Denn auch weiterhin entscheidet das Einkommen der Eltern darüber, ob überhaupt BAföG beantragt werden kann, ganz egal wie motiviert und qualifiziert ein Studienanfänger für sein Studienfach ist. Derzeit bekommen rund drei Viertel aller Studierenden in Deutschland eben keine Studienfinanzierung mit BAföG.
Quelle:
- Süddeutsche.de
- Das Deutsche Studentenwerk fordert hingegen 5 % Erhöhung
