Studentenproteste auch im Ausland
Hörsaalbesetzungen und Demonstrationen gegen die Studienbedingungen und immer wieder auch die Studiengebühren beherrschten in der letzten Zeit die Medienberichterstattung in Deutschland. Doch auch andernorts sind die Studierenden unglücklich und gehen auf die Straße: so etwa in Kalifornien, wo bei Protesten etliche Studierende sogar verhaftet wurden.
Der Grund für die Proteste ist eine drastische Anhebung der Studiengebühren, nach dem öffentliche Mittel u.a. in den Bereichen Bildung und Gesundheit wegen der angespannten Haushaltslage des westlichen Bundesstaates deutlich gekürzt werden mussten. Die Studiengebühren an den staatlichen Einrichtungen in Kalifornien steigen jetzt um ein gutes Drittel, nämlich von rund 7.800 Dollar auf 10.300 Dollar (von rd. 5.400 auf 7.100 Euro). Im Dezember protestierten in Los Angeles über 2.000 Studierende gegen diese Entwicklung auf mehreren Campussen; dabei wurden mehr als 50 Studierende und mindestens ein Dozent festgenommen.
Angesichts der wirklich drastischen Situation dort dürfte sich für Viele hierzulande die Diskussion um 1.000 Euro Studiengebühren pro Jahr spürbar relativieren – auch wenn es in den USA natürlich mehr Unterstützung, etwa in Form von Studienbeihilfe, Studienförderung, Stipendien oder Studentenkrediten gibt.
