Berufserfolg von MINT-Absolventen fünf Jahre nach dem Studienabschluss: auf der Überholspur

Vor Kurzem hat die Hochschulinformationssystem GmbH (HIS) eine Studie zum Berufserfolg von Studienabsolventinnen und –absolventen aus den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik Studium, Maschinenbaustudium, Wirtschafsingenieurwesen Studium, Elektrotechik Studium, Informatik Studium) veröffentlicht. Die Studie untersuchte, wie sich die Absolventinnen und –absolventen des Abschlussjahrgangs 2001 bis zum Jahr 2007 beruflich etablieren konnten. Darüber hinaus untersuchte die Studie, ob das vorhandene Potenzial an akademischen Fachkräften vor dem Hintergrund des viel zitierten Fachkräftemangels ausreichend ausgenutzt würde. Das Resultat war eindeutig.
Denn der Einstieg in den Beruf und der Verlauf der ersten Berufsjahre ist überwiegend positiv gewesen. Knapp 70 % der Absolventinnen und Absolventen kamen schnell und dauerhaft in Erwerbstätigkeit, während weitere etwa 20 % sich akademisch weiterqualifizieren konnten. Nur etwa vier Prozent mussten in diesen fünf Jahren längere Phasen des Jobbens und der Arbeitslosigkeit hinnehmen.
Außerdem erzielen die MINT-Absolventinnen und –Absolventen im Vergleich zu ihren Kommilitonen anderer Fächer überdurchschnittlich hohe Einkommen. Das Brutto-Jahreseinkommen männlicher Absolventen lag fünf Jahre nach dem Studienabschluss der Studie zufolge bei 54.000 EUR, bei weiblichen Absolventen bei gut 46.000 EUR.
Ebenfalls interessant: Die Studie hat untersucht, welche Fähigkeiten besonders relevant für die schnelle berufliche Entwicklung seien. Hier war das Ergebnis, dass in der modernen Arbeitswelt neben den fachlichen Qualifikationen zusätzliche Fähigkeiten wie Methodenkompetenzen, Fähigkeiten der Selbstorganisation und Sozialkompetenzen im Umgang mit Kunden, Kollegen und anderen externen Akteuren immer unverzichtbarer werden.
