Gebührenkompass 2009: Campusmaut verhasster denn je

Die Studierenden in Deutschland bewerten die Verwendung der Studiengebühren an ihren Universitäten durchgehend als gering: rund ein Drittel der Studierenden ist inzwischen erklärter Studiengebühren-Gegner. Das zeigt der aktuelle „Gebührenkompass“, eine Langzeituntersuchung der Universität Hohenheim. Für die Studie wurden mehr als 5.600 Studierende an allen 49 Universitäten mit Studiengebühren befragt. Die Gesamtzufriedenheit stieg gegenüber dem Vorjahresergebnis um eine knappe Drittelnote – insgesamt bedeutet das aber immer noch eine Schulnote von 4,22 im Bundesdurchschnitt, also eine ‚Vier Minus‘. Die Unzufriedenheit mit den Studiengebühren bleibt also dramatisch hoch.
Die Studierenden an Hochschulen in Bayern und Baden-Württemberg sind noch am zufriedensten. Was das Ranking einzelner Hochschulen betrifft, schneiden die Hochschulen in Clausthal-Zellerfeld, Aachen, Würzburg, Mannheim und Konstanz am besten ab – wobei selbst die Clausthal-Zellerfeld als Spitzenreiter nicht über die Schulnote 3,54 hinauskommt.
Die Marktforscher der Uni Hohenheim sehen den Hauptgrund für die Unzufriedenheit mit den Studiengebühren darin, dass die Studierenden bezweifeln, dass das Geld sinnvolle Verwendung findet. Immerhin knapp 72 Prozent sind der Auffassung, dass es durch die Studiengebühren noch zu keiner Verbesserung der Lehrbedingungen an der jeweiligen Hochschule gekommen sei.
