Berufserfolg von MINT-Absolventen fünf Jahre nach dem Studienabschluss: auf der Überholspur
Vor Kurzem hat die Hochschulinformationssystem GmbH (HIS) eine Studie zum Berufserfolg von Studienabsolventinnen und –absolventen aus den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Natur- und Technikwissenschaften) veröffentlicht. Die Studie untersuchte, wie sich die Absolventinnen und –absolventen des Abschlussjahrgangs 2001 bis zum Jahr 2007 beruflich etablieren konnten. Darüber hinaus untersuchte die Studie, ob das vorhandene Potenzial an akademischen Fachkräften vor dem Hintergrund des viel zitierten Fachkräftemangels ausreichend ausgenutzt würde. Das Resultat war eindeutig:
Gebührenkompass 2009: Campusmaut verhasster denn je
Die Studierenden in Deutschland bewerten die Verwendung der Studiengebühren an ihren Universitäten durchgehend als gering: rund ein Drittel der Studierenden ist inzwischen erklärter Studiengebühren-Gegner. Das zeigt der aktuelle „Gebührenkompass“, eine Langzeituntersuchung der Universität Hohenheim. Für die Studie wurden mehr als 5.600 Studierende an allen 49 Universitäten mit Studiengebühren befragt. Die Gesamtzufriedenheit stieg gegenüber dem Vorjahresergebnis um eine knappe Drittelnote – insgesamt bedeutet das aber immer noch eine Schulnote von 4,22 im Bundesdurchschnitt, also eine ‚Vier Minus‘. Die Unzufriedenheit mit den Studiengebühren bleibt also dramatisch hoch.
Studienfinanzierung sorgt für großen Beratungsbedarf
Das Thema „Studienfinanzierung“ ist bei vielen Studierenden immer noch eines der Themen rund ums Studium, zu denen die meisten Informationen benötigt werden. Jeder Vierte bei den Studentenwerken um Rat Suchende sucht Unterstützung wegen Geldnöten oder Finanzierungsbedarf – so berichtet es das vom Deutschen Studentenwerk herausgegebene „DSW Journal“. Neben Fragen zur Studienfinanzierung wenden sich Studierende häufig auch wegen Fragen zur Krankenversicherung oder zur Finanzierung eines Auslandsstudiums an Beratungsstellen.
Allensbach-Studie: Zweifel an Chancengerechtigkeit bei der Studienfinanzierung
Das Hauptargument gegen die Aufnahme eines Studiums sind für Abiturienten in Deutschland immer noch fehlende Finanzierungsmöglichkeiten. Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 4.000 Studierenden, die kürzlich durch das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Reemtsma Begabtenförderungswerkes durchgeführt wurde. Die Studie hat ergeben, dass der Wunsch zu studieren in Deutschland in einer eklatant hohen Fallzahl an hohen Kosten und Finanzierungsproblemen zu scheitern droht. Oftmals fehlen wohl häufig auch schlicht die passenden Informationen.
Wissensdurst im Morgenland: Bildung als Ressource der Zukunft
In den Ländern der arabischen Halbinsel werden derzeit enorme Summen in die Verbesserung der Bildungsstruktur investiert. Länder, die in der Vergangenheit und auch heute noch bestens von ihren natürlichen Rohstoffen, insbesondere den Ölvorkommen, bestens leben konnten und können, rüsten sich mit ihren Bildungsinitiativen für die Zeit nach dem Öl. Das enorme Engagement von Ländern wie dem Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Qatar, Bahrain oder Saudi-Arabien zeigt, als was Bildung zukünftig verstanden werden muss: als nachhaltige Ressource der Zukunft. Vor dem Hintergrund der Aktivitäten könnte es fast als Zumutung erscheinen, dass in Deutschland nicht mit der gleichen Dynamik in die Bildung investiert wird.
Studiengebühren: Für jeden Studierenden findet sich eine Ausnahme
Baden-Württembergs Hochschulen haben in diesem Sommersemester um bis zu 50 Prozent weniger Studiengebühren eingenommen als im Vorjahreszeitraum. Der Grund: die von Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) ins Leben gerufene sogenannte „Geschwisterregelung“, nach der in Familien mit drei Kindern künftig ein Kind von den Studiengebühren befreit wird – und zwar unabhängig davon, ob die Geschwister überhaupt studieren oder längst ins Berufsleben gestartet sind. Aber es gibt weitere Ausnahmeregelungen, die dazu führen, dass etwa in Freiburg nur noch gut die Hälfte (58 Prozent) aller Studierenden überhaupt die 500 Euro pro Semester bezahlen müssen!
EINSTIEG-Mastermap: Informationen über 4.000 Masterstudiengänge in DeutschlandEINSTIEG-Mastermap: Informationen über 4.000 Masterstudiengänge in Deutschland
EINSTIEG hat ein neues Informationsangebot gestartet: die EINSTIEG Mastermap. Das ist eine Datenbank, die Informationen über alle von deutschen Hochschulen angebotenen Masterstudiengänge beinhaltet.
Diese Datenbank dürfte mit das umfangreichste Angebot zu Masterstudiengängen in Deutschland sein, welches wöchentlich aktualisiert wird.
Tausende freie Studienplätze: kostenlose Internetbörse für Studienplätze gestartet
Die Internetseite studieren.de hat ein neues Angebot gestartet: damit können Studierende oder Studierwillige auch nach dem Bewerbungsschluss der meisten deutschen Hochschulen noch einen Studienplatz ergattern. Knapp 7.000 freie Plätze an über 120 deutschen Hochschulen werden aufgeführt, wobei das Angebot täglich größer wird. Interessenten können auf dem Portal nach ihrem Wunschstudiengang suchen und sich dann mit einem Formular auf die freien Plätze bewerben. Der Anbieter leitet die Anfragen dann an die entsprechenden Kontaktstellen an den jeweiligen Hochschulen weiter.
Betrüger aufgepasst: soziale Netzwerke bieten neue Transparenz
Vielen ist gar nicht bewusst, welche Spuren sie auf Facebook, Twitter & Co. hinterlassen, indem sie freizügig Fotos von sich posten oder Angaben zu ihren Freizeitaktivitäten veröffentlichen. Was für den eigenen Freundes- und Bekanntenkreis interessant erscheint, finden auch manch andere sehr aufschlussreich. In Belgien etwa hat die Finanzverwaltung zugegeben, dass es zu einer Steuerprüfung kommen kann, nachdem die Finanzbehörden auf sozialen Netzwerken Informationen über Steuerpflichtige recherchieren. Kein Einkommen, aber Porschefotos auf Facebook? Das kann ins Auge gehen. Auf die Idee, Informationen in sozialen Netzwerken zu recherchieren, dürften auch manche Studienfinanzierer kommen – finden sich doch gerade über Studierende und Absolventen eine Menge Informationen im Netz.
Die kuriose Nachricht: Erpresser wollte Studienkredit
Ein 25-jähriger Medizinstudent aus Köln wollte den Düsseldorfer Pleite-Unternehmer Franjo Pooth erpressen. Dabei hat der Student Unterlagen über angebliche Schwarzgeldkonten gefälscht und dann einen fünfstelligen Betrag als „Studienkredit“ von Franjo Pooth gefordert. Das Motiv sei chronischer Geldmangel gewesen, wie der Student nach seiner Festnahme mitteilte: auch andere Prominente habe der erpresserische Student ins Visier genommen.
