Betrüger aufgepasst: soziale Netzwerke bieten neue Transparenz
Vielen ist gar nicht bewusst, welche Spuren sie auf Facebook, Twitter & Co. hinterlassen, indem sie freizügig Fotos von sich posten oder Angaben zu ihren Freizeitaktivitäten veröffentlichen. Was für den eigenen Freundes- und Bekanntenkreis interessant erscheint, finden auch manch andere sehr aufschlussreich. In Belgien etwa hat die Finanzverwaltung zugegeben, dass es zu einer Steuerprüfung kommen kann, nachdem die Finanzbehörden auf sozialen Netzwerken Informationen über Steuerpflichtige recherchieren. Kein Einkommen, aber Porschefotos auf Facebook? Das kann ins Auge gehen. Auf die Idee, Informationen in sozialen Netzwerken zu recherchieren, dürften auch manche Studienfinanzierer kommen – finden sich doch gerade über Studierende und Absolventen eine Menge Informationen im Netz.
Wie der Branchenblog Techcrunch schreibt, hat der Leiter der belgischen Steuerbehörde, Karel Anthonissen, zugegeben, dass die Finanzverwaltung nach Daten recherchiert: dies sei technisch möglich, legal und passiere bereits. Allerdings dienen diese Informationen vor Gericht (etwa in Zivil- oder Strafprozessen) nicht als Beweismittel. Sie könnten aber dennoch unangenehme Nebenwirkungen haben, wie eben die erwähnten Steuerprüfungen. Außerdem suchen auch Inkassobüros und Gläubiger verstärkt nach Informationen im Internet über Personen, die sich ihren Zahlungsverpflichtungen entziehen wollen.
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