Deutsche Hochschulen gaben 33 Mrd. EUR aus, 1 Mrd. EUR davon durch Studienbeiträge finanziert
Vor Kurzem gab das statistische Bundesamt bekannt, dass die öffentlichen und privaten Hochschulen in Deutschland im Jahr 2007 für Forschung, Lehre und Krankenbehandlung den Betrag von 33,3 Mrd. EUR ausgegeben haben. Das entsprach einer Steigerung von 3,7 % gegenüber den Werten für 2006; die Zahlen für 2008 lagen noch nicht vor. Größter Ausgabenposten war wie in den Vorjahren auch der Personalaufwand der Hochschulen.
Mit rund 19,2 Mrd. EUR entfielen nämlich fast 58 % der gesamten Ausgaben auf das Personal. Weniger als 10 %, nämlich 2,7 Mrd. EUR, wurden für Investitionen ausgegeben. Der Rest (rund 11,5 Mrd. EUR) wurde für Sachausgaben verauslagt.
Die größten Kostensteigerungen verzeichneten die Fachhochschulen, die ihre Ausgaben gegenüber dem Vorjahr um 7,4 % auf 3,4 Mrd. EUR steigerten -was aber insgesamt nur rund 10 % aller Hochschulausgaben entspricht. Alleine rund die Hälfte der gesamten Hochschulausgaben (15,8 Mrd. EUR) entfiel auf die Aufwendungen der medizinischen Einrichtungen/Gesundheitswissenschaften der Universitäten für Forschung, Lehre und Krankenbehandlung.
Auf der Einnahmeseite konnten durch Studienbeiträge der Studierenden insgesamt rund 1 Mrd. EUR eingenommen werden. Bei den sog. Drittmitteln gab es eine Einnahmesteigerung um rund 10,5 % auf 4,3 Mrd. EUR, wobei Drittmittel in erster Linie für Forschung und Entwicklung bestimmt sind. Die gewerbliche Wirtschaft steuerte von den Drittmitteln rund 1,1 Mrd. EUR bei. Außerdem nahmen die Hochschulen rund 11,3 Mrd. EUR aus wirtschaftlicher Tätigkeit ein – überwiegend sind dies Entgelte für die Krankenbehandlung der medizinischen Einrichtungen.
Die Einnahmen aus Studienbeiträgen steuern also nach den Daten des statistischen Bundesamtes bisher lediglich rund 3 % der Gesamtausgaben der Hochschulen bei. Die starke Steigerung bei den Drittmitteln lässt vermuten, dass diese in Zukunft an Bedeutung gewinnen dürften.
