Top-Praktikum zu ersteigern
…Damit könnten schon bald auch in Deutschland Praktikumsanzeigen werben. Denn anspruchsvolle Praktikantenplätze in renommierten Unternehmen sind heiß begehrt ...
Die Vergabe von Praktikumsplätzen in Form einer Versteigerung klingt auf den ersten Blick vielleicht abstrus. Wäre aber eine durchaus pfiffige, neue Variante, um an ein anspruchsvolles Praktikum in der Wunschbranche oder sogar dem Traumunternehmen zu kommen. Denn der Andrang bei renommierten Unternehmen ist groß. Tausende von Studierenden interessieren sich jedes Jahr wieder für ein Praktikum z.B. im Investment-Banking oder wollen in die Marketingabteilung eines Luxus Labels hinein schnuppern. In den USA sind einige besonders begehrte Unternehmen deshalb dazu übergegangen, die Praktikumsplätze zu versteigern. Und das für einen guten Zweck. Denn das ersteigerte Geld kommt wohltätigen Einrichtungen zu Gute. Die Wohltätigkeitsorganisationen kaufen sich damit z.B. Management Know how ein, um ihre Prozesse weiter zu optimieren und wirtschaftlicher zu arbeiten. Auch in England hat sich mit Pilotlight eine erste Organisation etabliert, über die Praktika für soziale Zwecke ersteigert werden können.
Das neue Modell scheint gewinnbringend für alle Parteien. Den Studierenden haben die Sicherheit, ein wirklich interessantes Praktikum zu absolvieren und das begehrte Unternehmen in den Lebenslauf aufnehmen zu können, sozial engagierte Organisationen erhalten dringend benötigte, zusätzliche Gelder und die Personalabteilung der Unternehmen muß sich nicht mehr durch tausende von Bewerbungen durcharbeiten. Auch wenn das Modell bereits in anderen Ländern Erfolg hat, wird es in Deutschland sicher noch einiges an Perspektiven-Wechsel erfordern, bis erste Studierende bereit sind, Geld für ein Praktikum auf den Tisch zu legen. Wer hingegen ein Auslandsstudium plant, dem wird vielleicht schon bald ein Top Praktikum via Versteigerung über den Weg laufen, welches gegen Geld auch für einen Gaststudenten greifbar wird.
