Arbeitgeberwahl: Geld ist nicht mehr so wichtig

"Perspektive für die eigene persönliche Entwicklung“: das ist 68 % der Berufseinsteiger im Jahr 2010 bei der Auswahl des zukünftigen Arbeitgebers am wichtigsten – Platz eins aller Entscheidungskriterien. Dies hat die Kienbaum-Absolventenstudie 2009/2010 herausgefunden. Auf Platz zwei der Absolventen-Anforderungen: Eine kollegiale Arbeitsatmosphäre. Die ist immerhin für gut die Hälfte der Befragten (51 Prozent) ein wichtiges Kriterium für die Auswahl des Arbeitgebers. Für 43 Prozent ist eine ausgewogene Work-Life-Balance von herausragender Bedeutung. Erst auf Platz vier folgt die Vergütung: sie spielt für ein knappes Drittel der Befragten eine übergeordnete Rolle. 2008 war die Vergütung noch für mehr als Drei Viertel das wichtigste Auswahlmerkmal. Weitere wichtige Aspekte spielten Standort (25 %) und Beständigkeit des Unternehmens (15%).
Für die Unternehmen bedeuten die Ergebnisse der Kienbaum-Absolventenstudie, dass es nicht mehr ausreicht, den Berufseinsteigern viel Geld zu zahlen. Vielmehr wird eben Wert auf früher als „weich“ bezeichnete Faktoren gelegt, wie eben die persönliche Entwicklung, eine ansprechende Unternehmenskultur, oder auch Internationalität, Kreativität und Flexibilität.
Für die Befragten spielen Familie und Freunde, Selbstverwirklichung und Gesundheit eine herausragend wichtige Rolle – allesamt Aspekte, die in der jüngeren Vergangenheit an Bedeutung gewonnen haben und dies wohl auch in der näheren Zukunft fortsetzen dürften. Für Arbeitgeber ergeben sich hieraus ganz neue Herausforderungen.
