Bildungsrendite: Belohnung für Einkommensverzicht
Kurz nach der Studie des DIW zu den Bildungsrenditen in Deutschland bestätigt erneut eine Studie, wie sehr sich Investitionen in Bildung lohnen: das Institut der der Deutschen Wirtschaft Köln (IDW) hat in einer zweiten Untersuchung errechnet, dass die jährliche Rendite für ein Studium bei 7,5 Prozent liegt. Sie ist damit auch nach dieser Studie deutlich höher als die langfristigen Kapitalmarktzinsen.
Das IDW hat dabei vor allem auf das während des Studiums entgangene Einkommen abgestellt und bezeichnet mit „Bildungsrendite“ demnach den Prozentsatz, mit dem sich dieses durch höhere Verdienste im späteren Berufsleben verzinst. Der Studie zufolge kann der Staat diese Rendite beeinflussen – etwa indem er durch bessere Studienbedingungen das Studium beschleunigt. So erhöhe sich die Bildungsrendite bei einem von sechs auf fünf Jahre verkürzten Studium von 7,5 auf 8,6 Prozent. Und das gesamte Studium amortisiert sich im Schnitt rund um den vierzigsten Geburtstag. Wer studiert, erwirtschaftet also rund zwanzig Jahre eine „Überrendite“.
Wie das DIW bestätigt also auch das IDW, dass sich die Investition in die eigene Bildung nicht nur immateriell lohnt, (größerer Entwicklungs-und Entscheidungsspielraum, persönliche Freiheiten etc.), sondern auch handfest materiell.
Dabei darf aber natürlich nicht verschwiegen werden, dass Studien immer nur verallgemeinernde Aussagen für die Grundgesamtheit aller Studierenden sind. Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung in ihrer Ausgabe vom 14.03.2010 berichtet, gibt es von diesen allgemeinen Aussagen natürlich auch individuelle Ausnahmen.
