Wirtschaftswoche Uni-Ranking 2009: welche Hochschulen sind bei deutschen Personalchefs am beliebtesten?
Ein weiteres Uni-Ranking ist vor Kurzem erschienen: in Ausgabe 18/2009 berichtete die „Wirtschaftswoche“ ausführlich über die aktuellen Ergebnisse Ihres Hochschulrankings. Die „Wirtschaftswoche“ führt Ihr Ranking gemeinsam mit der „Jungen Karriere“, dem Personaldienstleister Access und dem Marktforschungsunternehmen Universum durch. Dabei wird bei der Untersuchung traditionell großes Gewicht auf die Meinung der Personalchefs gelegt: Anfang 2009 wurden 5.000 Personalchefs nach ihrer Meinung zu bestimmten Hochschulen befragt. Die „Wirtschaftswoche“ bewertet ganz bewusst nicht die wissenschaftliche Qualität der Hochschule oder befragt ganz bewusst nicht die Studierenden, sondern die Personaler: denn die entscheiden, von welcher Hochschule sie bevorzugt einstellen. Das Ergebnis für 2009 ist teilweise überraschend.
Mit der Untersuchung soll Abiturienten und Studenten eine bessere Orientierung ermöglicht werden. Das ist bei dem Konkurrenzdruck auch wichtig: noch nie gab es mehr Studienanfänger und Absolventen als heute. Da ist es sehr wichtig, bei der Bewerbung um den ersten Job einen renommierten Abschluss einer ebenso anerkannten Hochschule präsentieren zu können.
Die RWTH Aachen hat dieses Jahr gleich in fünf Kategorien gesiegt (Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Naturwissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen). Sieger bei Betriebswirtschaftslehre wurde Mannheim, vor LMU München und Münster. Die LMU München belegt in Rechtswissenschaften nach der Ansicht der Personaler den ersten Platz, dicht gefolgt von der Bucerius Law School in Hamburg.
Ein Desaster erlebten die Traditionsuniversitäten Heidelberg und Freiburg, die im letzten Jahr noch auf dem ersten und dritten Platz lagen, dieses Mal jedoch auf den sechsten und achten Platz abrutschten. Generell erlebten die sogenannten Elite-Universitäten ein Debakel: in den Augen der Personalchefs bringen die Universitäten Konstanz, Heidelberg, Freiburg sowie die FU Berlin nicht die besten Absolventen hervor und spielen im Ranking eine eher untergeordnete Rolle.
Interessant auch: die meisten DAX-Vorstände haben an den Universitäten in Köln, München (LMU und TUM), Frankfurt, Stuttgart, Karlsruhe und Göttingen studiert.
