Mit dem iPhone an der Vorlesung teilnehmen
Immer mehr Universitäten und akademische Einrichtungen weltweit bieten ihren Studierenden wie auch der gesamten Öffentlichkeit Vorlesungen, Skripten und Lehrinhalte online an, per YouTube oder iTunes. Erstaunlich dabei: insbesondere ausländische Hochschulen, die extrem hohe Gebühren verlangen, stellen den Content zum Download für jedermann bereit – meist kostenlos. Der Grund dürfte verblüffend einfach sein.
Denn durch die Downloads kann man zum einen einen sehr guten Eindruck von der Qualität, Relevanz und Aktualität der vermittelten Lehrinhalte gewinnen und dabei gleichzeitig persönlich in die Lernerfahrung „hineinschnuppern“. Beim Betrachten der Inhalte wird sicherlich bei vielen der Wunsch geweckt, Teil der entsprechenden Lernerfahrung werden zu können.
Öffentlich gemachter Content setzt darüber hinaus zum anderen auch die Lehrenden einem gewissen Wettbewerb aus und fördert die kontinuierliche Verbesserung des Lehrprogramms. Denn der Imageschaden für die Hochschule wäre gar nicht vorstellbar, wenn etwa die seit 20 Jahren unveränderten Skripten oder einschläfernde, monotone Vorlesungen so mancher Professoren in Deutschland plötzlich als podcast zum Download bereit stünden.
Cambridge, Yale, die HEC Paris – unter anderem diese top-renommierten und traditionsreichen Einrichtungen stellen ihre Lehrinhalte zum Download auf iTunes University (iTunesU) zum Download bereit – kostenlos. Die HEC stattet ihre Studierenden auch gleich mit einem iPod touch aus, so dass die Studierenden die Inhalte auch jederzeit nutzen können. So kann man das „Studium im Ausland“ auch verstehen: per iTunes vom heimischen Schreibtisch aus an der Seine studieren...
Diese Beispiele dürften in der Zukunft Schule machen. Denn die Qualität der Inhalte entscheidet immer mehr über die Wahl der Hochschule. Und was gibt es Besseres, als vorher per „Mystery Shopping“ sehen und daran entscheiden zu können, ob das Studium an einer bestimmten Einrichtung zu den individuellen Vorstellungen passen könnte.
