Praktikanten und Studenten trotzen der Krise
Deutschlands Top-Konzerne versuchen immer intensiver, Praktikanten schon zu Studienzeiten an ihr Unternehmen zu binden. Die Online-Stellenbörse www.jobstairs.de, zu der derzeit 49 der größten deutschen Unternehmen gehören, hat eine große Umfrage durchgeführt: demzufolge steigt die Bedeutung von Studentenbindungs- bzw. Praktikumsprogrammen kontinuierlich an. Um im sogenannten „War for Talents“ Erfolge sichern zu können, wenden viele Unternehmen immer konzentriertere Maßnahmen an.
Dabei ist ein sehr beliebtes Instrument, welches von praktisch allen beteiligten Unternehmen verwendet wird, das sogenannten „Mentoring“. Dabei steht eine erfahrene Führungskraft einem Nachwuchstalent bei wichtigen Karriereentscheidungen beratend zur Seite. Neben der Orientierung in persönlichen bzw. karriererelevanten Fragen steht auch die Vermittlung von fachlichem Wissen im Vordergrund. Außerdem werden Auslandspraktika und Softskill-Trainings vermittelt. Continental organisiert etwa interkulturelle Stammtische. BMW bietet seinen überdurchschnittlich erfolgreichen Praktikanten ein Förderprogramm, bestehend u.a. aus Workshops, Infoveranstaltungen und Fachseminaren zur Qualifizierung der ausgewählten Studenten. Bei Vodafone gibt es Bewerbertrainings, Karriere-Coaching und Fachvorträge. Übereinstimmend erklärten die JobStairs-Partnerunternehmen, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise nichts an ihrem Festhalten an Studentenbindungsprogrammen geändert habe. Sicherlich dürfte hierbei auch eine Rolle spielen, dass sich beide Seiten über einen längeren Zeitraum gegenseitig kennenlernen können: das Unternehmen wie auch der (zukünftige) Mitarbeiter. Übereinstimmend erklärten die JobStairs-Partnerunternehmen auch, dass sie unverändert hohe Einstellungsziele hätten: so würden sowohl BMW als auch etwa Audi in 2009 und 2010 etliche hundert Neueinstellungen vornehmen. Die Wirtschafts- und Finanzkrise dürfte damit an den so geförderten Praktikanten und Studierenden größtenteils vorbeiziehen.


