MINT-Studium praxisnah gestalten
Der ingenieurwissenschaftliche Nachwuchs ist stark gefragt. Mit zahlreichen Initiativen versucht man bereits, Schüler frühzeitig für die MINT-Fächer zu begeistern oder aber gezielt technisch-interessierte Frauen für ein ingenieurwissenschaftliches Studium zu gewinnen. Hauptursache für den Mangel an MINT-Absolventen sind aber nicht unbedingt zu geringe Studierendenzahlen, sondern viel mehr die Studienbedingungen. Vor allem im Fach Maschinenbau ist die Abbrecherquote mit einem Viertel der Studienanfänger sehr hoch. In einem Gemeinschaftsprojekt der RWTH Aachen, der Universität Bochum und der TU Dortmund sollen den Dozenten nun neue praxisnahe Lehrformate vermittelt werden. Denn die Theorielehre könnte wesentlich intensiver mit Aufgabenstellungen aus der Praxis verknüpft werden. Auch sollen Studierende wesentlich früher mit der Anfertigung von wissenschaftlichen Arbeiten konfrontiert werden, so dass sie besser auf das Verfassen der Bachelor Abschluss Thesis vorbereitet sind. Die drei Universitäten machen sich für innovative Ansätze von der intensiveren Projektarbeit in Laboren bis hin zu neuen Prüfungsformen stark. In 2011 hat die Initiative Teaching-Learning.eu bereits 60 Dozenten gecoacht. Entwickelt werden die neuen Lehrmethoden in enger Kooperation von Professoren und den Studierenden selbst. Das MINT-Studium wird sich deutlich wandeln müssen, um den Anforderung der Unternehmen besser gerecht werden zu können und den Studierenden optimale Bedingungen für die Vorbereitung auf den Berufseinstieg bieten zu können.
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